Verein der Altafraner e.V.

Altafraner des Monats

Helena Weiß

"Genau so möchte ich weitermachen. Und doch bin ich froh, dass es vorbei ist."

Was kommt nach dem Schwellensprung?

Dem Schwellensprung schauen viele mit gemischten Gefühlen entgegen. 
Einerseits sehnen sie ihn herbei: endlich ist die Schulzeit vorbei und es beginnt das „richtige Leben“. 
Andererseits fiebern sie ihm aber doch auch mit einer gewissen Anspannung entgegen: man wird die „Komfortzone Afra“ verlassen - ist nicht sicher, was danach kommt und wie es sein wird: Der Sprung rückt unaufhaltsam näher. 

Auf jeden Fall kann man den nächsten Lebensabschnitt, der seine Schatten vorauswirft, gut vorbereiten.

Es lohnt sich, sich Gedanken zu machen, wie es weitergehen soll: erst einmal etwas ganz anderes, vielleicht ins Ausland, oder doch lieber gleich weiterlernen und studieren, wo man vielleicht eh schon weiß, was man machen möchte?
Ich hatte Glück, durch meine BeLL, meine Mentorin, meine Praktika wusste ich früh: ich will Psychologie studieren.

In meiner neuen Stadt hatte ich den ultimativen „Warmstart“: weil ich im Sommer vor dem Abitur alle Unis und Städte angeschaut hatte , die so infrage kamen. - Einmal durch die Stadt gehen, die Uni anschauen, das Kneipenviertel, einen Termin beim Fachschaftsrat machen und mit Studenten sprechen. Danach konnte ich Städte ausschließen oder in die engere Auswahl nehmen.

Direkt nach dem Auszug aus Afra war mir vor allem eins klar: ich will eine eigene Bude, mit eigenem Bad, eigener Küche. Sechs Jahre zu zweit waren ganz nett, aber erst mal möchte ich eine saubere Küche und ganz viel Freiraum für mich selbst. 

Schon schade, dass sich die Leute in alle Richtungen verstreut haben, aber einen Vorteil hat es: man kann alle besuchen und von allen besucht werden. Dabei kommt man ganz schön rum! 

Angekommen in Trier, habe ich mich wirklich schnell eingelebt: wegen der netten Freunde (in meinem und anderen Fächern und aus verschiedenen Semestern), meiner Arbeit außerhalb der Uni, meiner Sportkurse, und so weiter. Ich mache sehr viel nebenbei, ziehe Kurse aus anderen Semestern vor, lerne Sprachen. Und in diesem Semester arbeite ich an einem eigenen Forschungsprojekt. In der Uni habe ich genau so viele Möglichkeiten, meine Zeit zu gestalten, wie in Afra. - Denn eins hat sich zumindest nicht geändert: ich sprühe noch immer vor Tatendrang, vor Energie und hab ganz viele Ideen für die Zukunft.

01.10.2017

Helena Weiß (Abitur 2015), studiert Psychologie (Universität Trier); s1hhweis@uni-trier.de

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